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Recht / Zivilrecht 
Mittwoch, 15.05.2019

Kein Mangel des Boxspringbettes beim Auseinanderdriften der Matratzen

Es liegt kein Mangel vor, wenn bei einem Boxspringbett die besonders dicken Matratzen beim Liegen in der Bettmitte auseinanderdriften und zwischen den zwei Matratzen eine Ritze entsteht. Dies hat das Landgericht Düsseldorf entschieden (Az. 19 S 105/17).

Ein Ehepaar wollte den Kaufpreis von 1.499 Euro für ihr neu erworbenes Boxspringbett mit einer Größe von 160 × 200 cm und zwei getrennten, motorisiert verstellbaren Liegeflächen zurück.

Das Gericht wies die Klage ab. Für seinen eigentlichen Zweck, nämlich, um darin zu schlafen, sei das Bett sehr wohl geeignet. Dies habe auch die Liegeprobe eines Sachverständigen bei teils heftigen Bewegungen ergeben. Demnach würden die Matratzen zwar leicht schwingen, verblieben aber in ihrer Position und verrutschten nicht. Es liege auf der Hand, dass eine Matratze in einem Bettkasten besser gegen Verrutschen gesichert ist als bei dem ausgewählten Boxspringbett. Dies beruhe jedoch nicht auf Mängeln der Konstruktion, sondern stelle sich als notwendiger Nachteil dar, der dem Vorteil einer fehlenden und den Einstieg behindernden Seitenwand gegenüberstehe.

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